August

August. Mein Festivalmonat. Zwei Festivals an zwei Wochenenden hintereinander. Mein Urlaub. Wie jedes Jahr. Ich mag das irgendwie. Schwitzen und Jubeln, egal wo. Im Zelt, unterm Pavillion oder vor der Bühne. Immer in Bewegung. Hauptsache da, hauptsache fit und bitte kein Regen. Aber er kommt, mir egal. Dieses Mal bin ich gerüstet. Ich werde nichts bloggen und ich hab auch niemanden gefragt ob das jemand für mich übernehmen würde. Ich möchte niemandem zur Last fallen, hab’ doch selbst gerade genug zu tun. Viel zu tun. Zuviel, als das ich mich um mein Baby hier gebührend kümmern könnte.

Vier Tage weg, dann zwei wieder da – Essen, Waschen, Schlafen. Dann wieder sechs Tage. Neues Ziel. Zum ersten Mal. Mit all meinen alten Freunden. Ein Wiedersehen. Wie jedes Jahr um diese Zeit. Ich denke daran es Tradition zu nennen, trau’ mich aber nicht. Ich freue mich auf mein Festivalfrühstück, auf Dosenbier, auf die Menschen die dort sein werden.

Musikalische Erwartungen. Keine. Schon lange nicht mehr. Ich mag es den jungen Unbekannten zu lauschen. Zu sehen das man noch zittert vor Aufregung. Mir würde es auch so gehen. Vielleicht schaff’ ich es auch irgendwann. Mein Kollege hat es geschafft. Ich werde ihn mir ansehen. Und tanzen. Langsam. Es ist früh oder spät. Ich weiß es nicht. Zeit wird unwichtig.

Ich freue mich auf’s Handbrot, auf Zeltplatz-Philosophie, aufs Fotos schießen. Ich nenn das Urlaub. Macht’s gut.


honki · 04.08.2010 8 Kommentare

Festivals sind eigentlich immer das Gleiche

CollegeHumor hat es mal schön auf den Punkt gebracht das Festival eigentlich immer das selbe Schema verfolgen. Und ich kann diesen Punkt echt unterstützen. Ich gehe ja nun auch schon seit einigen Jahren auf Festivals und das auch nach vor mit viel Herzblut und Freude. Aber seit einigen Jahren gehe ich eigentlich kaum noch wegen irgendwelchen bestimmten Bands auf Festivals. Wenn unter den Headliner was dabei ist was mir gefällt dann freue ich mich, meist sind es dann doch die Bands von denen ich noch nie gehört habe, die irgendwann am frühen Nachmittag spielen, die einen so richtig umhauen und extrem viel Spaß machen, wie zum Beispiel damals beim Southside Flogging Molly, eine Band die ich heute noch gerne höre und mich immer wieder an diesen grandiosen Tag erinnere.

Für mich sind Festivals eigentlich mehr als nur Musik und Alkohol. Diese vier bis fünf Tage geben mir die Chance jede Menge abgefahrene Menschen kennen zu lernen, mich mit Freunden zu treffen die ich sonst kaum zu sehen bekomme und mir ganz persönlich die Möglichkeit auch einfach mal ein bisschen Dampf abzulassen und den Alltag eines Bürojobs gegen körperliche Verausgabung einzutauschen.

Darum geht es für mich auch dieses Jahr wieder auf das Southside Festival, welches ich für eines der angenehmsten und freundlichsten Festivals halte, das Tanz & Folkfest, was quasi bei mir um die Ecke ist und trotz des Weltmusik und Folk-Einschlages Jung und Alt zusammenbringt und zum Abschluss noch das SonneMondSterne Festival im thüringischen Saalburg, welches allerdings dieses Jahr nicht mit besonders viel Abwechselung im Vergleich zum letzten Jahr glänzen kann, ich aber aus Tradition nach wie vor hingehe.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch passionierte Festivalgänger und wenn ja wo schlägt es euch dieses Jahr hin und warum?


honki · 08.05.2010 9 Kommentare