Last Day Dream

Im Rahmen des ONEDREAMRUSH 42 Sekunden Kurzfilmwettbewerb hat radical.media unter Leitung von Chris Milk einen unglaublich guten Kurzfilm erstellt. Innerhalb dieser 42 Sekunden Film sieht man das Leben eines Mannes im Schnelldurchlauf kurz vor seinem vermeintlichen Tod. Visuell unglaublich einprägend und erinnert es mich inhaltlich ein wenig an das Stück von Blumentopf – Manfred Mustermann.

Ich bekomme Gänsehaut von sowas, sowohl beim Lied als auch bei dem Video.


honki · 08.05.2009 2 Kommentare

Highfield 2009 – Faith No More haben zugesagt!

highfield

So jetzt isses raus – Nach ewiger Munkelei und natürlich auch viel Hoffnung, wer denn neben den Toten Hosen und den Arctic Monkeys den dritten Headliner stellt, gibt es nun Klarheit. FAITH NO MORE kommen! Ein Riesen Statement von FKP Scorpio die Reunion des Jahres 2009, mal abgesehen von Selig, zum letzten Highfield in Thüringen zu holen. Ich kann mich darüber jetz nicht ganz so freuen, da ich mir bereits das Southside Ticket gesichert hatte wo FNM ebenfalls spielen werden. Aber sowas kann man natürlich nicht riechen :).

So sieht nun also das fast vollständige Line-Up aus:

Die Toten Hosen * Arctic Monkeys * Faith No More * The Offspring * Maximo Park * Rise Against *Farin Urlaub Racing Team * Deftones * Clueso * Wilco * Apocalyptica *AFI * The Wombats * Selig * Tomte * Panteon Rococo * Get Well Soon * Ohrbooten * Dendemann * Shantel & Bucovina Club Orkestar * Patrick Wolf * Turbostaat * Zebrahead * Baddies * Port O’Brien * The Hot Melts * Neimo * Katzenjammer * The Temper Trap

Alles in allem kann man aber schon sagen das das Highfield dieses Jahr wieder eine runde Sache geworden ist und ich freue mich auf das letzte Highfield am Stausee Hohenfelden zusammen mit meinen ganzen Festival Homies.

Alle weiteren Infos auf www.highfield.de.


honki · 23.04.2009 0 Kommentare

Southside 2009

Ich glaub ich dreh am Rad. Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja mal wieder zu Rock im Park dackeln. Aber das Southside hat dieses Jahr wohl den Mega Kracher schlechthin gelandet. FAITH NO MORE spielen auf dem Southside! Wenn das nicht Grund genug is werf ich mal noch NICK CAVE AND THE BAD SEEDS hinterher. Reicht immer noch nich? Okay dann noch was ganz Großes: MOBY & KRAFTWERK!.

Bin jetzt echt am überlegen doch wieder zum Southside zu gehen. Wer noch?

Alles weitere auf southside.de


honki · 06.03.2009 1 Kommentar

Rückblick: SonneMondSterne 2008

Mittlerweile ist es schon wieder 3 Tage her, das die SMS 2008 ihr standesgemäßes Ende in der Muna Afterhour Party gefunden hat. Wieder einmal war die SMS ein Festival der Überraschungen und leider auch Enttäuschungen.

Aber fangen wir erstmal langsam und doch stürmisch an. Traditionell reist unsere Festivalgemeinschaft Donnerstags an und zeltet standesgemäß auf dem “Lauten” Zeltplatz. Das hat einerseits den Vorteil das man immer mit guter Musik in einer ordentlichen Lautstärke umgegeben ist und anderseits den Nachteil das man hin und wieder zu unzumutbaren Zeiten in extremer Lautstärke vom Nachbar beschallt wird. Aber dafür hat man es am Donnerstag nicht allzuweit zu einem guten Partyzelt wo die NRG-Crew dieses Jahr für ordentlich Stimmung und eine riesige Menschenansammlung gesorgt hat.

Leider hat die SMS mit unserem Aufbau wieder so angefangen wie letztes Jahr mit einem ordentlichen Gewitter, Regen und ordentlich Wind inklusive. So hatte unser frisch erworbener Pavillon eine geschätzte Lebensdauer von 15 Minuten nach Aufstellung. Aber wir hatten noch einen zweiten… halb so schlimm also.

Der Sturm war dann auch schnell verflogen sodass man in Partystimmung kam und den Donnerstag gebührend als Einstieg in ein tolles SMS Wochenende willkommen hieß.

Nach einer sehr sehr süffigen Nacht wurde ich dann leider am nächsten Tag mit einem ordentlichen Hämatom am Hinterkopf wach was wohl an einem etwas ungestümen Sprung auf/neben unsere Festivalcouch zurück zu führen war. Glücklicherweise wars net weiter schlimm und es konnte gefeiert werden.

Am Freitag galt größtenteils der Hauptbühne unsere Aufmerksamkeit wo als erstes Lexy & K-Paul auf dem Programm standen. Die jedoch legten einen äußerst enttäuschenden Auftritt hin, bei dem man sich selbst zu sehr feierte, den eingesetzen Synthesizer etwas zu sehr strapazierte und man die Bekannten Titel fast gar nicht bzw. extrem unkenntlich gemacht spielte. Zum Glück dauerte das Ganze nur eine knappe Stunde und Simian Mobile Disco betraten die Bühne.

Das glatte Gegenteil! Zwei Gestalten die von Nebel eingehüllt an ihren Gerätschaften friemelten und dabei einen gnadenlos guten Sound aus der ansonsten eher leisen und von Tonproblemen geplagten Mainstage Anlage holten. Eine wirkliche Überraschung, die mich ohne das ich die Stücke der beiden groß kannte voll überzeugte.

Anschließend konnte ich endlich Kollektiv Turmstraße sehen, nachdem ich den Auftritt letztes Jahr in der Muna während Rock im Park leider verpasst habe, und ja… was soll ich sagen, Die sind der Hammer! Ihre sonst eher melancholisch und dubbigen Nummern fahren Live auf einem ganz Anderen Niveau und zaubern einem dieses ungewisse Freudestrahlen ins Gesicht von dem man sich nicht erklären kann wo es herkommt, eben ein klassischer Muna Moment, der dieses Festival so speziell macht. Da gibts es halt Künstler die man erwartet und einen begeistern können, dann die die es nicht tun und natürlich die die fast keiner kennt und dafür einem das Hirn wegblasen.

Nach dem Auftritt vom Kollektiv bin ich schnell noch zur Mainstage geflitzt um das Ende des Auftritts von Fettes Brot sehen zu können, die sichtlich Spaß hatten an ihrem ersten Auftritt bei der SMS hatten sowie einem sichtlich angetanem Publikum welches lautstark mitsang und sprang. Leider wurde bei diesem Auftritt auf das großartige Nordisch by Nature Potpourrie verzichtet welches beim ich beim Highfield 2006 mit viel Freude gefeiert habe.

Weiter ging es dann mit Dubfire, ein Act auf den ich mich sehr gefreut habe, da mich die Produktionen dieses Herren seit einiger Zeit in Gefangenschaft nehmen. Leider hatte es an diesem Abend irgendwie nicht so hingehaun. Das Publikum im Cocoon war ungewohnt unterkühlt und bewegungsarm und Herr Dubfire war meiner Meinung nach etwas zu sehr mit seinem Notebook und der Cocoon Clique auf der Bühne beschäftigt, als mit seinem Publikum. Also schnell raus aus dem Zelt um wieder ordentlich feiern zu können.

Moby war angesagt – der New Yorker mit seiner Remixed Show einige Erwartungen setzte und diese auch erfüllte. Zusammen mit einer gesangsstarken Frontfrau einer kleinen Band und Moby himself als Ein-Mann Unterhaltungsshow gab es alle großen Hits neu aufbereitet und interpretiert ans Volk gebracht. Leider nichts außergewöhnliches dafür aber mit viel Liebe und sehr energiegeladen. Manchmal hatte ich echt den Eindruck der kleine kahle Mann will am liebsten alle mal drücken, aber dafür müsste er ja sein Keyboard los lassen :D.

Bei einer anschließenden “Bierpause” am Zelt bin ich und mein Kumpel dann leider etwas weggedöst sodass wir von einem weiteren Sturm der aufzog geweckt wurden und wir damit beschlossen den Abend leider frühzeitig zu beenden, da es eindeutig zu windig, nass und kalt geworden war. Dafür dann aber mit ordentlich Schwung in den Samstag hinein.

Samstag Mittag hat man sich erstmal standesgemäß auf dem Festivalgelände mit Essen und ein paar Bierchen versorgt um erstmal wieder in den richtigen Trott zu kommen. Leider gab es da überall den sehr bitteren Beigeschmack von 4 € + 1 € Pfand für ein Bier im Plastebecher. Für meinen Geschmack deutlich zu teuer und in Form von Wernesgrüner auch kein echtes Partybier. Nach einer kleinen Shoppingtour (neue Mütze) ging es wieder zurück an den Zeltplatz mit naja ihr wisst schon… Vorbereitung.

Der Samstag war vom Wetter gesehen her eindeutig ein Festivaltag, schön sonnig mit ein paar Wolken, aber nicht zu warm. Optimal also.

Der erste Auftritt der besucht wurde war auch gleich eine absolute Sensation Marbert Rocel im Muna Zelt. Ein noch relativ junger Live Act der House Elemente mit Jazz und ein wenig Chanson vermischt. Sehr tanzbar, sehr freundlich und natürlich war da wieder dieses Gefühl, was einem von der sympathischen Sängerin direkt ins Herz getragen wurde. Mit großem Applaus verabschiedet bedankte sich die musikalische Entdeckung aus Weimar beim sichtlich begeistertem Publikum und machte dem alteingesessenen aber nicht mindermüden Kay aka Ken Tamburri Platz, der mit seiner neuen Auskopplung Dreisam EP sogleich die Tanzfläche füllte und in einem fulminanten und energiegeladenen Set die Massen komplett zum Ausrasten brachte. Und ich meine richtig ausrasten. Alle haben wild getanzt, die Arme in die Luft gerissen, Jubelschreie durchstachen die Menge, und das alles über 2,5 Stunden lang. In meinen Augen auch einer der besten DJ Auftritt des Festivals die ich bisher gesehen habe.

Anschließend ein weiterer Knaller im Muna Zelt – Erobique. Ein schon etwas älterer fülliger Mann der mit seinem Keyboard und Drumcomputer den Leuten das Tanzen beibrachte und ihnen die guten alten Housezeiten zurückbrachte. Mit seinem einmaligen Gesang und seinen Tanzeinlagen war er nIcht nur der Charmeur des Abends sondern auch die Überraschung schlechthin. Denn eigentlich hat keiner gedacht als dieser Mann die Bühne betrat das das was wird. Aber nach 3 Akkorden hat keiner auch nur ansatzweise daran gedacht das Zelt zu verlassen. Nach über einer Stunde PLUS ZUGABE (hab ich bisher auch noch nicht erlebt in einem kleinen Zelt) übergab der nette Mann dann das Szepter an Harry Klein Residentin Julietta die mit ihrem sommerlichen Sound in der immer kälter werdenen Nacht die Wärme zurück brachte. Ich für meinen Teil wollte dann aber schon noch Massive Attack sehen, nicht zuletzt weil mich die Bilder im Netz von deren Bühnen Setup sehr faszinierten und ich generell stark dazu geneigt war mich wieder einmal begeistern zu lassen.

Dazu muss ich sagen, Massive Attack ist nicht jedermanns Geschmack. Es ist kaum tanzbar und streckenweise schon ein sehr politischer Auftritt gewesen, mit Einblendungen diverser politischer Leitsprüche und tagesaktueller Zeitungsüberschriften auf einer riesigen LED-Leinwand im Hintergrund. Dafür aber aber sehr emotionalisierend und fesselnd auf seine ganz eigene Art und Weise.

Leider war draußen irgendwann so kalt, das man sich schnell wieder in eines der Zelte bewegte in dem deutliche höhere Temperaturen herrschten.

So also schaute man mal beim Herrn Mathias Kaden im Freude am Tanzen Zelt vorbei und schwupp di wupp waren 3,5 Stunden vertanzt. Dieser Mann ist mittlerweile fast schon legendär mit seinem Minimal Samba Sound, welcher von polyrhytmischen lateinamerikanischen Klängen geprägt wird, und seiner Energie die er jedes Mal aufs neue in seine Darbietung steckt. Ich glaube es gibt nicht viele DJs die so wild und energisch ihre eigene Musik präsentieren ohne dabei streckenweise lächerlich zu wirken (siehe Sven Väth). Gemütlich und trabend klang dann der Samstag mit dem Krause Duo aus und die SMS neigte sich so langsam dem Ende entgegen und man freute sich über die ersten Sonnenstrahlen die wieder etwas Wärme auf der Haut spühren ließen.

Der Sonntag wurde dann weitest gehend mit “chillen” und abbauen rumgebracht sodass man gegen Nachmittag erschöpft aber doch glücklich ‘gen Heimat fahren und ins heimische Bett fallen konnte.

Abschließend kann ich sagen, die SMS hat dieses Jahr mit einem sehr abwechslungsreichen Line Up viel richtig gemacht und vor allem auch mit der Vorsorglichen Behandlung der Plätze mit Holzstreu dem angesagten Regen getrotzt. Allerdings war auch einiges nicht so toll, wie z.B. der deutliche Preisfaktor an Theken und Kassen sowie doch einigen schlimmen technischen Mängeln auf und an den Bühnen.

Die SMS 2008 ist trotzdem wieder ein Erlebnis gewesen, welches man gerne in Erinnerung behält und natürlich nächstes Jahr wieder besuchen wird :).

Sehr schöne Bilder, Videos und Interviews gibts es im Übrigen bei Sputnik, schnell mal reinschauen, lohnt sich!


honki · 13.08.2008 1 Kommentar

Rückblick: Tanz & Folkfest 2008 in Rudolstadt

Im mittlerweile 18. Jahr findet sich das traditionelle Tanz & Folkfest zu Rudolstadt ein und präsentiert sich als weltoffenes Fest der Völkerverbindung und Kommunikation. Ein Fest das Rudolstadt gut tut wie kein anderes. Vor allem nach diesem bereits Ereignisreichem Jahr in dem Rudolstadt als Rassismus geplagte Ostdeutsche Stadt von den Medien an den Pranger gestellt wurde, so beweist doch vor allem das hiesige Tanzfest die Weltoffenheit und die Freude mit der unsere Region Musiker und Künstler aus aller Welt empfängt und zum Feiern lädt.

So habe auch ich mich dieses Jahr wieder auf das Tanzfest begeben, wenn auch mit einem mulmigen Gefühl. Da ich einerseits dieses Jahr musikalisch sowie inhaltlich leider nur wenige Punkte gefunden habe die mich interessieren, ich aber aufgrund einer Freikarte gerne hingegangen bin um mich überraschen zu lassen.

Meine Schwierigkeiten mit dem Tanzfest liegen wohlmöglich auch darin, das das Tanzfest kein Festival im Sinne der Rockfestivals alá Highfield, Southside oder Rock im Park, die ich nun seit mehr als 6 Jahren besuche zu vergleichen ist. Das Publikum ist wesentlich breiter gefächert und das Konzept das Festivals die Stadt als Bühne zu präsentieren ein für ein Festival gewagter und nicht vergleichbaren Punkt darstellt.

Die schier unglaubliche Vielfalt an Bühnen und Konzerten macht es wie immer nahezu unmöglich alle Facetten des Tanzfestes zu entdecken und zu erleben. Der mehr als 190-seitige Festivalplaner ist somit nicht nur Terminkalender und Infoblatt, sondern auch Feuilleton, Geschichtsbuch und Interessenbroschüre, welches einem helfen soll Überblick zu bekommen und die für einen attraktivsten Programme rauszusuchen.

Schwerpunkte in diesem Jahr lagen beim Land Israel, dem Rock’n'Roll als Tanz sowie dem Bundesland Sachsen welche durch entsprechende Künstler spezifisch vertreten wurden und natürlich auch in verschiedensten Workshops zum mitmachen und tanzen eingeladen wurde.

Und wie war das Tanzfest so?

Im großen und Ganzen eigentlich eine feine Sache. Ich habe viele gute Freunde getroffen und auch einige tolle Gespräche führen können und natürlich jede Menge gute Unterhaltung genossen, wenn auch schwer Guiness getränkt. Für Leute wie mich spielt sich das Tanzfest eh in der Regel hauptsächlich im Heinepark ab in dem vorwiegend die Ortsjugend und Großteile des Festivalpublikums auf Entdeckungsreise gehen.

Der Park lädt natürlich mit seinen ganzen Läden, Imbissen und Accessoire Shops zum stöbern, probieren und shoppen ein. Zumal man sich auf der gesamten Parkfläche frei bewegen und man seinen Festivalgenuss somit genau portionieren kann. Bei mir hat es sich dieses Jahr dabei hauptsächlich auf Trinken und Zuhören beschränkt da die Bands leider kaum überzeugt haben.

Einzig der Auftritt der Proclaimers und der Gruppe Riserva Moac konnten begeistern und einen etwas zum Mitschunkeln und mitsingen bewegen.

Alles in Allem bleibt das Tanzfest trotzdem eine Instanz in der hiesigen Kulturlandschaft und ich mag hoffen, dass es nächstes Jahr wieder im Park etwas energischer zur Sache geht.

Als würdigen Abschluss der Parkunterhaltung stand natürlich auch dieses Jahr wieder die After Hour in den Saalis auf dem Tagesplan, in denen es musikalisch mit Vorsicht Stufe! ein grooviges Konzert gab welches echt Spaß gemacht hat und die Leute auch ordentlich das Tanzbein hat schwingen lassen. Lediglich DJ Shape der danach gespielt hat, hat aufgrund seiner Musikauswahl dann einige Konfussion und Verwirrung auf der Tanzfläche gestiftet. Schön wars trotzdem und es sind natürlich einige Bilder enstanden und auch zwei Videos.

Für die Bilder einfach oben auf Fotos in der Galerie Tanzfest reinschauen und die Videos gibts direkt hier.

Auftritt Vorsicht Stufe in den Saalgärten, Rudolstadt

Die Zugabe.

Bilder und Aussagen zum Abschlusstag vom Sonntag kann ich leider keine Fällen,  aber man hat mir gesagt das der Auftritt von Olaf Schubert auf der Burgterrasse richtig gut gewesen sein muss (hierzu bitte Kommentare wenn möglich) und ansonsten das Tanzfest bei leichtem Regen einen würdigen Abschluss auf dem Marktplatz genossen hat.


honki · 07.07.2008 1 Kommentar

Southside 2008 – Der Rückblick

Southside 2008. Ein Guter Jahrgang würde ich sagen. Das bislang beste Wetter was ich zu einem Festival erlebt habe, das jedoch für meinen Hauttyp etwas zu gut war. 3 unglaubliche Headliner Auftritte an dessen Spitze definitv Radiohead mit ihrem multimedialen Bombast Auftritt stehen.

In einem kurzen Rückblick möchte ich euch über 4 schöne Tage Festival berichten und einem Tag Tortour in Form der Heimreise.

Rückblick
Das Southside ist ein unglaublich nettes Festival, selbst die Security am Einlass haben trotz der Massen immer die Nerven behalten und waren stets freundlich. Auch das Festivalpublikum war im Allgemeinen sehr friedlich und frohlockend über den Zeltplatz gewandert. Für meinen Geschmack war das alles vielleicht etwas zu freundlich. Wobei das eventuell auch daran gelegen haben könnte, dass das Southside dieses Jahr stark Indie geprägt war und richtige “Schweine-Bands” mal abgesehn von Monster Magnet eigentlich gefehlt haben.

Das Erste Highlight des Festival gab es allerdings schon vor den ersten Tönen aus den Lautsprechertürmen. Public Viewing auf Festival Art. Die Macher des Southside haben sich für dieses Festival der EM-Euphorie angeschlossen und eine riesige Leinwand mit entsprechender Beschallung auf dem Campinggelände aufgebaut, sodass Donnerstags abend ca. 10000 Mann gemeinsam das hochspannende Spiel der Deutschen gegen Portugal schauen konnte. Besonders gefallen hat mir daran das die Festivalmacher hier auf Geldmachen verzichtet haben und anstatt den PV-Bereich abzusperren, er komplett offen war sodass jeder das Spiel sehen konnte und dabei sein eigenes Bier trinken konnte und, wie wir es gehandhabt haben, sich mit einem Stuhl auf einer leichten Anhöhe das Spiel auf angenehmer Entfernung mit Wohnzimmer Couch Feeling anschauen durfte. Jubeln und Bier in der Luft schmeißen vor Freude natürlich inklusive ;).

Das das Wetter Weltklasse war hab ich schon gesagt oder? Gut. Weiter im Text.

Freitag wurde erstmal ganz dezent eröffnet für uns mit dem Besuch des Razorlight Konzertes, das mich nicht wirklich beeindruckt hat, aber irgendwie tu ich mir mit dem neunen Indie Sound noch immer etwas schwer. Weiter ging es dann mit Flogging Molly. Oh mein Gott Flogging Molly. Ich bin echt so glücklich des die auch zum Highfield kommen. Bis dato habe ich diese Band als Namen auf dem Festivalshirt gesehen und akzeptiert. Aber jetzt bin ich Feuer und Flamme für diese Band! Das ist Irische Pub Musik at its best. Mitschunkeln, Rumspringen, Schreien & Tanzen zu guten schnellen Rocksounds. Dabei ganz wichtig – viel Bier trinken! Anschließend das ätherisch langweilige Konzert von Sigur Ros gesehn, die für mich nur die langweilige Kopie von Radiohead waren. Ist aber jetzt nur mein flüchtiger Standpunkt den eingefleischte Sigur Ros Fans ruhig vergessen dürfen.

Radiohead @ Southside 2008Das Highlight war wie auch angedacht das Radiohead Konzert. Mit einer schier unglaublichen Bühnenshow die aus so unzähligen Details und Feinheiten bestand, das selbst die ansonsten so monoton genutzte Leidwand zu einem Kunstwerk umgewandelt wurde, indem auf von festen Punkten gefilmt wurde sodass immer nur Akzente der Musiker zu sehen waren die passend dazu videotechnisch verfremdet wurden. Allen voran Thom Yorke der mit seiner fast transzendenten Ausstrahlung diesem Festival einen würdigen Auftakt spendierte.

Mit dem Samstag kam dann ‘leider’ die Sonne. Bei über 30°C und keiner Wolke am Himmel galt es Schatten und Kälte zu generien wo es nur ging. Für mich bedeutete dies die Nachmittagsauftritte von Turbostaat und Kettcar nicht zu sehen und stattdessen zu darben. Als es abends dann wieder kühler wurde konnte man sich dagegen ruhigen Gewissens zum NoFX Konzert bewegen welches auch allen Erwartungen gerecht wurde und die Junx einfach nur sau sympathisch sind. Anschließend großes Kino mit den Beatsteaks die es mal wieder geschafft haben eine neue Publikumssensation zu entfachen. Letztes Jahr zum Park haben sich 30.000 zu einer Unterbrechung von ‘Let Me In’ hingehockt und anschließend mit dem Break wild schreiend und springend aufeinander loszugehen, so wurde dieses Jahr dazu aufgefordert das ganze doch ohne T-Shirt zu zelebrieren und dieses wild in die Luft zu schwingen. Ein unglaublicher Anblick, zu dem auch einige Mädels gehörten ;).

Auch hat es sich Sänger Arnim Teutoburg-Weiß nicht nehmen lassen nach dem ohnehin schon beinharten Konzert auch noch abends im Tanzzelt einzuspringen und der Menge als DJ einzuheizen.

Der Sonntag hat für mich dann eigentlich nur aus einem Auftritt bestanden – dem der Foo Fighters. Trotzdem möchte ich euch eine der Nachmittag Bands ans Herz legen in den scheinbar großes Potenzial liegt – den Wombats. Diese Band hat eine wirklich erstaunlich Menge an Fans mobilisieren können Nachmittags um 2 bei sengender Hitze sich komplett zu vergessen und die Band ekstatisch zu feiern zur Hymne “Lets dance to Joy Division”. Aber zurück zu den Foo Fighters, deren exklusiver Auftritt auf dem Hurricane/Southside krönender Abschluss Ihrer Europatournee und des Southside 2008 werden sollte.

Dazu muss man sagen das Leadsänger Dave Grohl einfach nur ein Riesentyp ist. Was der Kerl, der mittlerweile echt aussieht wie Jesus bzw. sein Schlagzeuger Taylor Hawkin, ins Mikro schreit und dabei wild headbangend über die Bühne rennt ist einfach nur Wahnsinn. Auch wenn man ihm deutlich angesehen hat das die Tour doch mehr als Kräfte zehrend war und er selbst sagte “When i’m done with this – I am flying home and make a sign about it”. Besonders beeindruckt hat mich vor allem die Spielfreude der Truppe um den Ex-Nirvana Drummer. Fröhliche Soli und ausufernde Chorus sowie nette Unterhaltung mit dem Publikum. Echt witzig fand ich als das Publikum ‘Learn to fly’ mitsingen wollte und Dave dies, mit einem Riff, abgebrochen hat um mit einem NoNoNo anzumerken “I just want so sound it right” und anschließend dermaßen ins Mikro beisst das einem alles davon geflogen ist. Als Grande Finale wurde wieder Everlong gewählt welches damals schon auf dem Highfield in der Akustik Version gespielt wurde, die erst zum Ende richtig Fahrt aufnimmt. Mit Monkey Wrench und Stacked Actors gabs es dann die unaufgefordete Zugabe die dem Publikum nochmal alles abverlangt hat.

Nach diesem grandiosen Auftritt galt es dann für uns sich auf den Heimweg zu machen der ausladender kaum hätte werden können. Nach über 2,5h Stau auf dem Parkplatz um vom Festivalgelände zu kommen, einem anschließenden Endzeit Gewitter im Schwabenland auf der nächtlichen Autobahn hatten wir dann frühs um 5 noch eine Keilriemen Panne vor Heilbronn die nochmals 3h Zeit, jede Menge Nerven und Geld gekostet hat, und das zu einem Zeitpunkt als man entkräfteter und müder kaum sein konnte. Aber glücklicherweise ist alles gut gegangen sodass wir nach über 13h Fahrt heil angekommen sind.

Auf jeden Fall freu mich schon tierisch auf die noch folgenden Festivals und hoffe da auch den ein oder anderen zu sehen.

Recht herzlichen Dank an Nils, Markus, David, Jessica, Maxi, Matti, Katharina, Julia, Johanna, Jonas, Felix, Anna, dem Schweizer, Croch, Ecki, Harry und den ganzen Chaoten vom Zeltplatz für die schöne Zeit mit euch.


honki · 24.06.2008 6 Kommentare

Auf gehts ab gehts – 3 Tage Wach

Alle Jahre wieder jährt sich ein alt bekanntes Ritual. Du stehst in voller Montur da mit deinem vollgepackten Rucksack, Iso-Matte, Zelt, Schlafsack, einer Stiege Bier, deiner Tasche, ‘nem Stuhl mitsamt Tisch und Essen vorm Haupteingang und denkst nur “Scheisse…”. Entweder weil du wieder mal was vergessen hast, oder einfach nur überwältigt bist von diesem Anblick der sich dir bietet weil es wieder einmal 50.000 Chaoten geschafft haben mitten in der Pampa eine Zeltstadt zu gründen und den Göttern des Rock zu huldigen. Was das heisst?

Es ist Festivalsaison! Für mich jedenfalls. Denn dieses Jahr werde ich nun zum ersten Mal das Southside in Neuhausen ob Eck besuchen, welches für mich auch gleich den Auftakt einer Reihe von Festivals eröffnen wird.

Ich freu mich schon echt tierisch drauf, denn nicht nur das Line-Up ist Weltklasse (u.A. Foo Fighters, Radiohead, Beatsteaks), sondern auch die Wettervorhersage, die im Schnitt 18-25°C bei leichter Bewölkung und leichtem bis böigen Wind vorhersagt – und das das ganze Wochenende!

Morgen früh gehts los und Montag irgendwann werde ich dann wieder im Lande sein. Drückt mir die Daumen das ich heil davon komme, beim letzten Mal Foo Fighters war die Nase nämlich hin ;).


honki · 18.06.2008 1 Kommentar

Ich glaub mir schmilzt der Kopf!

Heute überschlagen sich ja die News. Gut so neu isse dann auch net, aber eins steht fest da brennt die Luft. Wo? Fragt Ihr euch – ganz einfach, aufm MELT! Festival. Bin gerade mal auf die Website geschnuppert und was sehe ich da die PET SHOP BOYS geben ihr Exklusivkonzert auf dem Festival der etwas anderen Art.

Soweit so gut aber die interessieren mich weniger, viel genialer finde ich dass sich die komplette Crew um WARP Records auf dem MELT! zusammenfindet und Führung des oft missverstandenen Masterminds Aphex Twin aka Richard D. James aka AFX ihren unverkennbaren experimentellen gebrochenen Sound präsentiert.

Das Beste daran ist aber, das MELT! ist richtig günstig! Die Tickets kosten nur 50? dazu kommt noch die wahnwitzige Kulisse eines alten Stein- & Braunkohle Tagebaus inmitten von gewaltigen Baggern und Kränen.

Hier gehts zum MELT!


honki · 13.04.2006 2 Kommentare
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