01.03.2011 6

Michael Hansmeyers Computational Architecture

Michael Hansmeyer aus Zürich hat sich als Architekt und Programmierer in seinem Projekt Subdivision Columns mit der grundlegenden Architektur von Platonischen Körpern und Säulen beschäftigt und diese so lange mit sogenannten Subdivision Algorithmen verändert bis daraus extrem komplexe Gebilde mit über 16 Millionen Polygonen entstanden sind, die derzeit keine 3D-Druckerei fertigen lassen kann, sodass er kurzerhand selber einen Prototypen aus 2700 Schichten hauchdünner Pappe gefertigt hat, der dem Rendering 1:1 entspricht. Absoluter Wahnsinn und eine Perle in der weiten Landschaft des Computational Designs!

In recent years, algorithms in architecture have been able to transcend their role as frameworks of formalization and abstraction. This has been made possible in a large part by the integration of scripting languages into CAD programs. Algorithms’ output can now be directly visualized, and through digital fabrication methods this output can be built.

This opens up a new role for algorithms as a design tool. As such, they provide the benefits of depth and breadth. On the one hand, their computational power can address processes with a scale and complexity that precludes a manual approach. On the other hand, algorithms can generate endless permutations of a scheme. A slight tweaking of either the input or the process leads to an instant adaptation of output. When combined with an evaluative function, they can be used to recursively optimize output on both a functional and aesthetic level.

via nerdcore, dangerousminds


28.02.2011 7

Immaterials: Light Painting WiFi

Falls ihr wie ich schon immer mal wissen wolltet sich ein Wifi-Signal ausbreitet, dann schaut auf mal das neue Projekt Light Painting WiFi von Timo Arnall, Jørn Knutsen und Einar Sneve Martinussen für YOUrban an, die mit einem 4m langen und LED-bestückten Stab und der Hilfe von Langzeitbelichtung durch die Innenstadt von Oslo gewandert sind und WiFi-Signale punktgenau sichtbar gemacht haben.

In order to study the spatial and material qualities of wireless networks, we built a WiFi measuring rod that visualises WiFi signal strength as a bar of lights. When moved through space the rod displays changes in the WiFi signal. Long-exposure photographs of the moving rod reveal cross sections of a network’s signal strength.

The measuring rod is inspired by the poles land surveyors use to map and describe the physical landscape. Similarly, our equipment allows us to reveal and represent topographies of wireless networks. The measuring rod uses a typical mobile WiFi antenna to measure reception, and draw out 4 metre tall graphs of light.

via flowingdata

 


27.02.2011 1

Space Shuttle Discovery’s Final Flight Viewed From An Airplane

Vergangene Woche ist das Space Shuttle Discovery zu seinem allerletzten Flug ins All angetreten und ich habe es natürlich verpasst das Ganze live zu sehen. Zum Glück gibt es aber im Youtube Channel der NASA jede Menge Videos des Launches, von den Vorbereitungen, bis zu diversen Aufnahmen verschiedener Kameras und letztendlich den Aufnahmen im Orbit. Die interessanteste Aufnahme findet sich darunter leider nicht, denn die stammt von Neil Monday der den Space Shuttle Start aus einem Flugzeug mitfilmen konnte und was hätte ich dafür gegeben auf seinem Platz in diesem Moment sitzen zu dürfen. Auch interessant diese Discovery Retrospektive der NASA über die komplette Geschichte des Space Shuttle. via boingboing


17.02.2011 2

IBMs Supercomputer Watson vs. The Jeopardy Grand Champions [Update: HE WINS!]

Am Dienstag lief die erste Runde des großen Kampfes Mensch gegen Maschine in dem sich der IBM Supercomputer Watson in einem dreitägigen Wettkampf gegen zwei Grand Champions der Sendung Jeopardy! bewähren soll. Hier die offizielle Projektseite von IBM. Watsons Herausforderung darin besteht die menschliche Sprache (in Textform) zu verstehen, zu deuten, und eine richtige Antwort beziehungsweise Frage (im Sinne von Jeopardy) zu finden. Michelle Castillo hat das in diesem Artikel ziemlich schön erklärt.

It’s a machine capable of understanding natural language. While it can’t understand spoken language, it can interpret written clues and derive an answer from several sources. For example, if the clue given said, “This substance is one of the phases of water that appears when it is heated at 212 degrees Fahrenheit,” and the answer has to begin with the letter S, Watson can understand that 212 is the temperature water boils and another word for the gas phase of water is steam.

Tag 1 endete mit einem knappen Unentschieden zwischen Watson und Champion Brat Rutter. Oben zu sehen. Hier ein ausführlicher Artikel von SpOn über Wettkampftag I: Watson lässt Quizkönige alt aussehen und das Video der ersten Folge oben.

An Tag 2 pulverisierte Watson seine Konkurrenten in einem epischen Match welches er mit mehr als 30.000$ Vorsprung gewann. Siehe SpOn: Mensch und Maschine im Kopf-an-Kopf-Rennen

Das faszinierenste an Watson ist nebem seinem Umgang mit Sprache vor allem die Qualität seiner Antworten und die seiner Fehler, denn anders als ein Mensch, der schlicht gestehen würde die Antwort nicht zu wissen rät Watson die ihm wahrscheinlichste wenn auch nicht relevanteste Antwort.

Hier noch ein paar weitere Artikel zum Thema: Die TIME: Watson Takes No Prisoners on Jeopardy!‘s Man vs. Machine. Steve Hamm über den fatalen Fehler von Watson am Ende der zweiten Folge: Watson on Jeopardy! Day Two: The Confusion over an Airport Clue und ein Kommentar der Huffington Post hierzu: How Could IBM’s Watson Think That Toronto Is a U.S. City? Und zum Abschluss noch was Lustiges: Watson, The Jeopardy! Supercomputer, Sizes Up One of His Opponents Before the Show. via nerdcore

Und heute an Tag 3 besiegelt Watson das Schicksal der Menschheit im großen Finale, in dem er mit 77,417 $ weit vor Jennings gewann, der nur 24.000 $ auf sein Konto bringen konnte. Siehe Steve Hamms Bericht zu Tag 3: Watson on Jeopardy! Day Three: What We Learned about How Watson Thinks


15.02.2011 3

The Placebo Effect

Professor Funk hat dieses ziemlich interessante Video über den Placebo Effekt ins Netz gestellt, in dem er uns zeigt das Placebo nicht gleich Placebo ist und Form, Farbe ja sogar der Standort an dem die Pille eingenommen wird die Wirkung beeinflussen können. via mindhacks


14.02.2011 0

Fritz Kahn “Der Mensch als Industriepalast” Animated

Fritz Kahns berühmte Illustration “Der Mensch als Industriepalast” aus der Buchreihe “Das Leben des Menschen” aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gehört einfach in jeden gut sortierten Blog. Bislang hatte ich mich dieses Meisterwerks allerdings noch nicht angenommen. Darum hier nun die animierte Version von Hennig Lederer, die Grafik in einer hochauflösenden Version und die dazugehörige Projektseite. Weiterhin kann ich euch noch diese Seite über Fritz Kahns Hauptwerk und den neu veröffentlichten Bildband “Man Maschine / Maschine Mensch” empfehlen. via boingboing / nerdcore


11.02.2011 3

Steven Pinker “Language as a Window into Human Nature ” – RSA Animated

Steven Pinker spricht in diesem RSA animierten Vortrag darüber wie unsere Worte und Gedanken mit einander in Verbindung stehen und welche Rückschlusse man diesbezüglich auf sich selbst und andere ziehen kann. Er spricht über die Fähigkeiten von Sprache Bedürfnisse oder Forderungen hinter Wortphrasen verstecken zu können um sich selbst in eine bessere oder meist angenehmere Position zu bringen (siehe “Kommst du noch mit rauf auf ne Tasse Kaffee?”) mit anderen Menschen in Kontakt zu treten oder Wissen auszutauschen. Sehr spannender Vortrag, der allerdings ein zügiges Tempo vorlegt und den Zeichnungen mitunter nicht genügend Zeit.


03.02.2011 5

Google Labs New HTML5 Fractal Zoom “Julia Map”

Google hat vor kurzem in seinem Labor einen Google Maps ähnlichen Dienst für Fraktale veröffentlicht, in dem man ziemlich weit in die Tiefen der Chaostheorie sowie Mandelbrot- oder Julia Mengen eintauchen kann. Hier mal ein Zoom von mir.

Julia sets are fractals that were studied by the French mathematician Gaston Julia in the early 1920s. Fifty years later, Benoît Mandelbrot studied the set z2 − c and popularized it by generating the first computer visualisation. Generating these images requires heavy computation resources. Modern browsers have optimized JavaScript execution up to the point where it is now possible to render in a browser fractals like Julia sets almost instantly.

Julia Map uses Google Maps API, and HTML 5 Canvas to render the images. It will let you browse these fractals in an interactive manner. We hope you will enjoy exploring the different Julia sets, and share the URLs of the most artistic images you discovered.

Google Labs: Julia Map via nerdcore