01.03.2010 1

Patrick Hughes’ reverspektive Kunst

Über GeeksAreSexy bin ich gerade auf die realitätsverzerrenden Arbeiten von Patrick Hughes aufmerksam geworden, der sich auf die Kunst der sogenannten Reverspektive spezialisiert hat. Hierbei handelt es sich um dreidimensionale Bilder die ja nach Standpunkt immer wieder anders aussehen. Hier ein Auszug über seine Arbeit auf seiner Webseite:

Hughes’ work is full of irony. By creating a world solidified into perspective he makes pictures that come alive before our eyes. In the myth of the sculptor Pygmalion makes a stone woman, whom Aphrodite brings to life as Galatea. Hughes makes wooden lumps of space and you bring them to life by looking at them. It is sculpted painting, solid space.

Wer sich dafür interessiert wie Herr Hughes seine Bilder erschafft und wie er überhaupt auf diese Idee gekommen ist, dem sei diese zweiteilige Dokumenation empfohlen.

[youtube yhnIGNHuORs]

[youtube yv1dMR3CMfc]

Noch besser finde ich eigentlich diesen 3-minütigen Kurzfilm, der aber leider nur über seine Webseite zu erreichen ist.



01.03.2010 2

Noch mehr DT64 – Dancehall mit Marusha aus dem Jahr 1991

Und sie haben es wieder getan! Die Jungs und Mädels der Raves Strikes Back Initiative haben wieder in Ihrem unermässlichen Pool an uralten Rave-Tapes gekramt und eine weitere Sendung der Kultsendung DT64-Dancehall mit Marusha hervorgezaubert. Dieses Mal ohne Gäste, sprich Marusha pur, dafür aber wieder jede Menge Slave to the Rave Kommentare.

Die alten Kassetten wurden mal wieder entstaubt und fleißig digitalisiert: Unsere kleine Tapesammlung geht hiermit endlich in die zweite Runde! Diesmal gibt es für euch die “Dancehall” Sendung auf DT64 vom 19. Oktober 1991, in welcher Marusha ohne Gäste im Studio steht, dafür aber jede Menge tolle Tracks von Shaft aka Mark Pritchard & Adrian Hughes, Age, John + Julie, Vice, Westbam, Claudia Chin und vielen mehr im Gepäck hat. Reingeklickt und angehört:

via tonsystem , src ravestrikesback


26.02.2010 6

Luxusdiskussion

Auf diesem Beitrag hatte ich mich eigentlich für die Zeit als Gastblogger beim Kraftfuttermischwerk gefreut, aber leider standen damals noch einige Veröffentlichungsrechte im Weg, die ich nur ungern brechen wollte. Mario Willms, vielen Thüringern Partygängern wohl eher bekannt als Douglas Greed (Freude am Tanzen) bzw. Real (Bionic Session) beschäftigte sich im Rahmen seiner Masterarbeit für den Abschluss des Mediendesign Studiums an der Bauhaus-Universität Weimar mit den sich verändernden Strukturen der von Indie-Labels geprägten elektronischen Musikindustrie die sich mit dem Wandel der digitalen Zeit mit jeder Menge neuen Problemen aber auch Möglichkeiten konfrontiert sieht.

Im Folgenden erstmal der dazugehörende Pressetext zum näheren Verständnis:

Das Stück betrachtet die Krise der Musikindustrie im Mikrokosmos der elektronischen Tanzmusik. Die Technik- und Zukunftsverliebte Technoszene zwischen nostalgischem „früher war alles besser“ Attitüden und der Suche nach neuen Wegen, um wirtschaftlich und künstlerisch zu überleben.

Das Stück versteht sich als Situationsbericht und möchte dem Hörer Zukunfts-und Existenzängste der Künstler vermitteln, den Wertverfall künstlerischen Schaffens dokumentieren und dabei gleichzeitig die emotionale Verbundenheit der Interviewten mit ihrer Tätigkeit dokumentieren.
Gerade im Indiebereich der Musikindustrie entstehen momentan neue Strukturen und Abhängigkeiten zwischen Künstlern und Labels. Vielerorts weicht der Wirtschaftsbetrieb Label, mit der Hauptfunktion Musikverkauf, dem Model einer Künstleragentur mit Familienattitüde und vielschichtigen Tätigkeitsfeld.
In dem musikalischen Hörspiel werden die Stimmungen und Meinungen einiger ausgewählter Protagonisten gegenüberstellt. Die Dankbarkeit dafür, dieses freie und selbst bestimmte Leben führen zu dürfen, trifft auf den Frust, dass Respekt und Wertigkeit für künstlerisches Schaffen scheinbar verloren gehen. Das Festhalten an alten Medien steht der Überflutung durch digitale Medien gegenüber.

Das Hörspiel möchte Dilemma und Möglichkeiten für den Umgang mit der Krise der Musikindustrie darstellen und zugleich Situationsbericht aus einer Subkultur sein. Dazu wurden Interviews mit Protagonisten der Szene geführt. Diese Interviews wurden anschließend auf einem extra produzierten Soundtrack collagiert und in eine fiktive Ebene eingebettet.

Ums kurz zu machen, naja diese Aussage ist relativ nach dem langen Text da oben, kann ich diese Arbeit wirklich jedem empfehlen der sich auch nur ein Stück für elektronische Musik, Thüringer Technolabels oder Musikvertrieb interessiert.  Unter anderem zu Wort kommen Künstler wie Anja Schneider, Mathias Kaden, Heiko MSO oder Hans Nieswandt sowie Thomas Sperling, Carsten Schuchmann und Uli Wimbacher als Funktionäre und und und …

Das ganze kann man sich bequem als Podcast via iTunes laden oder direkt hier. Das obige Cover stammt aus der Masterarbeit von Herrn Willms bei dem ich mich an dieser Stelle auch noch einmal ganz recht herzlich dafür bedanken möchte das ich sein Cover verwenden darf. via freudeamtanzen


21.02.2010 6

Lego Crawler Town + AFOL Lego Blocumentary

Crawler town roams the barren wastes of a post steam-punk world after cataclysmic climate change do to excessive coal use. Several such cities exist but Crawler town is the most popular due to the Aero 500 hydrogen fuel cell Air races that are held. Many people travel the wastes to Crawler town for vacation and to enjoy rare luxuries like Pizza, fresh vegetables and Beer. Travelling the wastes in search of minerals and aquifers ( vital for survival) the mobility of the city keeps it away from the vicious sand storms of the wastes. via make

Crawler Town – A Set on Flickr

Ich nehme diese riesige Lego Konstruktion jetzt einfach mal als Anlass um auf die wunderbare LEGO Blocumentary “AFOL” hinzuweisen die ich heute beim Polkarobot gesehen habe. Eine Dokumentation über erwachsene Menschen die nach wie vor dem Lego Mythos erlegen sind und teilweise irrwitzige Konstruktionen erschaffen.


18.02.2010 5

Banksy vs. Robbo – Der Krieg geht weiter…

Kurze Vorgeschichte. Banksy der derzeit wohl berühmteste Grafitti Künstler hat in London eines der ältesten Grafitti der Stadt von King Robbo gecrossed, etwas was man wirklich tun sollte. Im Gegenzug hat Robbo dann Bankys Crossing wiederum gecrossed und somit einen großen Krieg eingeleutet. Anschließend griff Robbo Banksy an und so weiter und so fort. Hier nun ein schönes Video welches die ganze Entwicklung mal in bewegten Bildern zeigt und veranschaulicht das die Sache mittlerweile echt persönlich geworden ist. via urbanartcore


10.02.2010 4

Reportage: “Under The Neon” – Ein Leben in den Tunneln von Las Vegas

Ich hatte hier ja bereits einmal Fotoserie über die Menschen die in den Tunneln unter der Stadt Las Vegas leben. Da in den letzten Tagen hier mehr und mehr Besucher zu diesem Thema landen habe ich mich noch einmal auf die Suche gemacht und mit “Under The Neon” eine beeindruckende Reportage gefunden, die das Leben der Menschen zeigt die alles verloren haben und deren gesamtes Hab und Gut mit der nächsten Flutung wieder weggespült wird.

“Under the Neon” is an extraordinary journey below the surface of the bright lights of Las Vegas, to meet some of the city’s homeless people who are battling to make a home for themselves under the streets of gold in the city’s storm-drains and tunnels.


09.02.2010 4

No More Music Televison – MTVs neues Logo

MTV hat abgegeben, was es nicht mehr ist. Das von Frank Olinsky 1981 gestaltete und weltberühmte Logo des ersten Musikfernsehsenders MTV ist nun einem Redesign unterzogen worden und verlor hierbei seinen markanten Claim “Music Television”, der die Welt einst verändern sollte.

Was das heißt, dürfte eigentlich klar sein. MTV vollzieht nun den einzigen logischen Schritt, den es aus seiner Sicht gehen konnte, da es schon lange nicht mehr das reine, puristische und rotzfreche Musikfernsehen war, wie es Anfang der 80er einst angefangen hatte, als es mit dem Buggles Song “Video killed the Radio Star” fast schon großkotzig den Abgesang der alten Radiostationen herbei beschwor.

Ich finde es fast schon beleidigend wie leicht man es sich mit dem neuen Logo gemacht hat und wie man bewusst nicht nur die Wortmarke entfernt hat sondern auch das untere Viertel des weltberühmten “M”, so als wolle man einen Teil seiner Geschichte loswerden. Es gibt einfach Wortmarken, die man nicht anfassen sollte für ein Redesign. MTV ist war so eine.

MTV hat sich somit nicht nur eines Teils seiner Geschichte beraubt sondern vor allem auch eines Teils seiner Persönlichkeit. MTV ist kein Musiksender mehr – es ist nur noch ein Fernsehsender. I Want My MTV – das waren noch Zeiten.

An dieser Stelle sei auf zwei erstklassige Artikel verwiesen die ein wenig auf den Mythos und die Entstehungsgeschichte des ursprünglichen Logos eingehen.


06.02.2010 1

Boombox Bikers in Queens

In Queens there is a scene emerging, of young Trinidadians who are obsessed with customizing their BMX bikes with the fattest sound-systems they can possibly hook them up with. They cycle around playing every genre of music they want, from reggae to hip hop – but most importantly played loud.

Fahrende Soundsysteme in den Straßen von Queens, die ich mir absolut nicht in Deutschland vorstellen kann. Hier springt ja Nachbars Kalle schon im Kreis wenn schon ein Handy zu laut klingelt. Solange die Jungs natürlich nen schönen Sound anwerfen, können Sie auch gerne mal bei mir rumkommen. Die PA die die rumfahren stellt ja schon manchen Club in den Schatten. via dudecraft