
August. Mein Festivalmonat. Zwei Festivals an zwei Wochenenden hintereinander. Mein Urlaub. Wie jedes Jahr. Ich mag das irgendwie. Schwitzen und Jubeln, egal wo. Im Zelt, unterm Pavillion oder vor der Bühne. Immer in Bewegung. Hauptsache da, hauptsache fit und bitte kein Regen. Aber er kommt, mir egal. Dieses Mal bin ich gerüstet. Ich werde nichts bloggen und ich hab auch niemanden gefragt ob das jemand für mich übernehmen würde. Ich möchte niemandem zur Last fallen, hab’ doch selbst gerade genug zu tun. Viel zu tun. Zuviel, als das ich mich um mein Baby hier gebührend kümmern könnte.
Vier Tage weg, dann zwei wieder da – Essen, Waschen, Schlafen. Dann wieder sechs Tage. Neues Ziel. Zum ersten Mal. Mit all meinen alten Freunden. Ein Wiedersehen. Wie jedes Jahr um diese Zeit. Ich denke daran es Tradition zu nennen, trau’ mich aber nicht. Ich freue mich auf mein Festivalfrühstück, auf Dosenbier, auf die Menschen die dort sein werden.
Musikalische Erwartungen. Keine. Schon lange nicht mehr. Ich mag es den jungen Unbekannten zu lauschen. Zu sehen das man noch zittert vor Aufregung. Mir würde es auch so gehen. Vielleicht schaff’ ich es auch irgendwann. Mein Kollege hat es geschafft. Ich werde ihn mir ansehen. Und tanzen. Langsam. Es ist früh oder spät. Ich weiß es nicht. Zeit wird unwichtig.
Ich freue mich auf’s Handbrot, auf Zeltplatz-Philosophie, aufs Fotos schießen. Ich nenn das Urlaub. Macht’s gut.