Zombies: Die Göttliche Komödie [Review + Verlosung]

Ich wurde letztens vom Splitter-Verlag angefragt, ob ich nicht mal Bock hätte, ein Review zu deren neuestem Comic-Band “Zombies: Die Göttliche Komödie” zu schreiben. Comic Reviews? Du? Ja ich weiß, der Marco und einige Andere halten eigentlich das Comic-Szepter in ihren Händen und das völlig zurecht, aber da ich nun mal auf Zombies stehe und zu gratis Comics schlecht nein sagen kann, werde ich mich heute an meinem ersten Comic Review versuchen. Sozusagen ein Selbstversuch. Feedback erwünscht. Achja was zu verlosen gibt es auch. Komm ich dann gleich zu, ja?
Look & Feel überzeugen schonmal
Zombies: La Divine Comédie, so der Originaltitel, geht den ziemlich großen Versuch an, in die Fußstapfen der aktuellen Über-Zombie-Vorlage “The Walking Dead” und zu Teilen auch George A. Romeros Meisterwerk “Dawn of the Dead” zu treten. Dass Autor Olivier Peru dabei ziemlich im Morast und vor allem daneben tritt, hätte ich auf den ersten Blick nicht geglaubt, denn Zombies DGK präsentiert sich in einem hochwertigen Hardcover im übergroßen Albumformat (etwas größer als A4) mit hervorragender Haptik. Der Druck ist natürlich und die Zeichnungen von Sophian Cholet, die sichtlich von japanischen Mangas inspiriert sind, gefallen mir sehr gut. Generell ist der Zeichenstil sehr düster, reduziert und sehr gut an die Stimmung angepasst, was mir beim ersten Durchblättern durchaus imponierte.
Die Story eher weniger
Ich mach hier erstmal drei Sterne für eine Spoilerwarnung hin, wer nicht erfahren möchte worum es geht. *** Spoiler Anfang ***
Nach einem kurzen Prolog, der anhand eines Todeszellen-Kandidaten in das Zombie-Szenario einführt, lernen wir Sam kennen – einen Durchschnittsamerikaner, der durch die Seuche nicht nur seinen Bauch, sondern auch viele seiner Prinzipien verloren hat, um schlichtweg zu überleben und sich fortan auf die Suche nach seiner Tochter Stacy macht, die er in Seattle zu finden glaubt, wo sie zuletzt mit ihrer Mutter von ihm getrennt lebte. Auf seiner Reise dorthin rettet er eine Junge Frau, die auf der Suche nach Medikamenten für ihren 12-jährigen Bruder Josh ist, welcher an Epilepsie leidet. Die Frau stirbt und unser vermeindlicher Held versucht den Jungen zu finden und zu retten, was ihm letztlich auch gelingt.
Beide freunden sich miteinander an. Sie erzählen über Comics (ganz ganz schlimme Dialoge über Supermans Fürze). Sie rauchen (ja auch das Kind!) und schlagen sich bis nach Seattle durch, wo sie auf eine paramilitärische Truppe treffen, der sie sich letzten Endes anschließen. Angeführt wird die Truppe von einem Ex-Schauspieler, der in seiner frühen Karriere selbst in einem Zombiefilm mitgespielt hat, was der Handlung selbst – außer ein paar Dialogzeilen – nichts zuträgt. Ziel der Gruppe, die im Übrigen einen Menschen in Gefangenschaft hält, der gegen den Zombie Virus immun ist (was allerdings nicht weiter erzählt wird), ist es, eine Insel vor Seattle von den Zombies zu befreien, um dort ein ruhiges Leben führen zu können. Ein gefährliches Vorhaben, das natürlich Leben kosten muss.
Über das Ende möchte ich, trotz Spoilerwarnung, an dieser Stelle nichts verlieren, da es wohl der beste, wenn auch vorhersagbare Part dieses Comics ist.
*** Spoiler Ende ***
Und im Groben und Ganzen?
Zombies: DGK hat zunächst einmal nicht viel mit Dante Alighieris “Göttliche Komödie” zu tun, wie es der Titel des Comics vermuten ließe, in der der Protagonist durch die neun Kreise der Hölle wandert, nachdem ihn die Gesellschaft verstoßen hat, was mit Sam als Lonewolf zwar gut angerissen, aber nicht weitergedacht wurde. Hier verschenkt der Comic auch sehr viel Potenzial in meinen Augen, da eine gute Einarbeitung der Geschehnisse um Dante und die immanente Kritik an der Gesellschaft einem Zombie-Comic sicherlich gut stehen würde. Bislang versteifen sich Olivier Peru und Sophian Cholet noch viel zu sehr darauf, Einstellungen aus The Walking Dead, Dawn of the Dead oder stellenweise sogar I am Legend zu kopieren, ohne wirklich eigene Ideen zu entwickeln, was sehr schade ist. Ich hoffe an der Stelle einfach mal auf die zwei noch folgenden Bände.
Schlussendlich handelt es sich hierbei um einen lesbaren Comic, der mit 48 Seiten recht kurz ist und wohl am ehesten in den Regalen von Zombie-Comic Sammlern landen wird.
Und für euch Zahlenfanatiker hier mein mathematisches Fazit:
6 von 10 Metern Zombiegedärm (4 für die schon oft gesehene/gelesene Zombie Story, +1 für die wirklich guten Zeichnungen und nochmal +1 für das mutige Ende)
Verlosung
Bis zum 10.06. verlose ich hier fünf Exemplare von “Zombies: Die Göttliche Komödie”. Dafür möchte ich von euch wissen, was denn euer liebstes Tool/Waffe im Falle einer Zombie-Apokalypse wäre und warum. Einfach in die Comments damit und random.org pickt dann die glücklichen Gewinner.
Infos zum Comic
Originaltitel: Zombies: La Divine Comédie
Herausgeber: Splitter Verlag
Autor: Olivier Peru
Zeichner: Sophian Cholet
Einband: Hardcover (etwas größer als A4)
Seiten: 48 (Band 1 von 3)
Erschien am: 25.05.2011
Leseprobe: Entweder hier oder hier
Preis: 13,80 €
Wer es sofort haben möchte und die Rezension irgendwie gut fand, kann sich ja sein Exemplar bei Amazon bestellen und mir somit helfen, meine Walking Dead Sammlung zu vervollständigen. ;)
Update: Marco hat auch ein (sehr schönes) Review geschrieben und verlost ebenfalls fünf Exemplare. Hin da!
[Update] Die Gewinner sind gezogen! Herzlichen Glückwunsch #3 Heines,#4 Sascha, #10 Andreas, #12 Enrico und #15 SixofFive.
Disclaimer: Vielen Dank an den Splitter Verlag, der mir das Exemplar kurzfristig zukommen ließ und fünf Stück frei Haus spendiert.






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21 Kommentare
zwara
- 08.06.2011 - 18:19 ·gute frage. nach jahren voller resident evil, walking dead, left for dead ist das eine wirklich schwierige frage…..
aber ich schätze es wäre die gatling planze mit helm und kampfschmicke aus plants versus zombie. together we could fuck shit up.
in diesem sinne
http://youtu.be/K9hK45Are6w
Teo
- 08.06.2011 - 18:26 ·Die beste Waffe für die Zombie-Apokalypse muss auf jeden Fall so robust wie möglich sein. Komplizierter Kram wie Kettensägen o.ä. fallen damit schonmal weg. Die brauchen ausserdem Treibstoff, der irgendwann (wahrscheinlich mitten im Kampf) alle ist.
Ich nehme deshalb eine Machete und einen Baseballschläger.
heines
- 08.06.2011 - 18:57 ·definitiv – Machete Rifle-Slingshot –> dauert zwar etwas mit dem nachladen , alternativ der wäscheständer, den ich grade rumstehen habe ;)
Sascha
- 08.06.2011 - 19:12 ·Definitiv das gute alte Kantholz mit Nägel-Topping! Lässt sich schnell herstellen, ist recht robust und kann viel Schaden anrichten. Darüberhinaus ist die Wartung des Geräts auch recht schnell und easy zu bewerkstelligen. :D
Timo
- 08.06.2011 - 19:49 ·Die gute alte Brechstange. Da wir alle Half Life kennen muss ich nicht erklären wieso.
Maik
- 08.06.2011 - 20:14 ·Michone’s Samurai-Schwert. ;) Das benötigt keine Munition, ist robust, scharf, leicht. Das passt!
Katsura
- 08.06.2011 - 20:29 ·holzpflock, silber und knoblauch..!
..
ah moment, falsches vieh im sinn ;D
ich wuerde sagen, das was man auch im haushalt hat. evtl eine schaufel aus der garage? :) aber ich wuerd eh sagen, wenn es soweit mal ist, dann hat man sowieso natuerlich ne shotgun zur hand :D
Marco
- 08.06.2011 - 20:30 ·Sehr gute Review und schön sachlich. Das find ich dann auch mal erfrischend, wobei ich den gespoilerten Part auch nicht weiter schlimm finde. Es ist halt eine Zusammenfassung, wer da keine Spoiler erwartet, hat ganz andere Probleme *g*
Aber die Verlosungsfrage, Sie Arsch, wollte ich genauso in meiner Review zu dem Comic stellen *g* Verdammt, dann muss ich mir doch wieder was neues ausdenken ;)
Tim
- 08.06.2011 - 21:12 ·Die Entscheidung fällt leicht: Ein Rasenmäher, wie ausführlich hier – http://www.youtube.com/watch?v=klvRehxY32w – gezeigt :-)!
Freue mich über die Chance eines der Comics zu gewinnen. Bin großer Freund von Walking Dead und würde gerne hier mal reinschnuppern!
Andreas
- 08.06.2011 - 22:16 ·Waffe oder Tool? Als Tool würde ich den Zombie Surcival Guide von Max Brooks wählen, damit wäre man wohl am Besten vorbereitet. Als Waffe würde ich wohl eine Nahkampfwaffe wie etwa ein scharfes Beil oder eine Machete wählen.
Da Na
- 08.06.2011 - 22:45 ·Ich hätte gerne eine Waffe, für deren Anwendung ich nicht allzu nah an die Zombis ran muß, also ‘ne Schrotflinte oder so. Bleibt das schon geschilderte Problem mit der Munition. Also bitte auch noch eine Axt dazu. Oder was eben so auf der Rückbank zu finden ist …
Enrico
- 08.06.2011 - 23:17 ·Natürlich würde ich ein Laserschwert als Waffe wählen. Präzise, stark und stylisch – was will das Zombie-Apokalypse-Opfer von Heute mehr? Und jetzt her mit dem Comic ;)
gabriel
- 08.06.2011 - 23:51 ·ich nehme definitiv die portal-selbstschussanlagen. dann kann ich nebenbei genüsslich n bier trinken und das spektakel bewundern. soweit mir bekannt haben zombies keine portalkanonen, sollte also sicher sein.
HG42
- 09.06.2011 - 00:45 ·Easy. Ein Handtuch, und ein Buch darin eingewickelt, lässt mir im Umkreis von nem Meter keinen Zombie zu nahe rücken. Und wenn nix los ist hab ich was zum Lesen.
sixoffive
- 09.06.2011 - 08:42 ·ich würde als nahkampfwaffe ein zimmermansshammer wählen. aus dem einfachen grund, das ich werder an lichtschwerter noch portal-selbst-schussanlagen oder jegliche art von schusswaffe komme. einen rasenmäher vor die brust schnallen ist bei einem benzinmäher (so einen hab ich nämlich) nicht so einfach, außer man heißt arnold mit vornamen und bei elektro-mähern ist meist das kabel nicht lang genug und nicht immer eine steckdose in der nähe.
einen zimmermannshammer hab ich im keller und dazu braucht man auch keine besondere ausbildung um damit einen schädel einzuschlagen. er ist unabhängig von energie oder kraftstoff – leicht zu verstauen und nicht so hinderlich wie ein baseballschläger.
zusätzlich würde ich auch ein kleines beil nehmen, da man es auch gut zum aufbrechen von türen verwenden kann.
Basti
- 09.06.2011 - 10:56 ·Mähdrescher. Einfach nur Mähdrescher^^
toddy
- 09.06.2011 - 14:54 ·ein Ninja-Schwert.
+Dir geht nie irgendwelche Munition aus.
+Die Klinge ist lang genug, um sie auf Abstand zu halten.
+Bruce Willis|Butch würde das gleiche tun.
Jakob
- 09.06.2011 - 21:55 ·Axt: Verteidigung, Angriff und Bau eines Forts im Wald in einem.
Suzak
- 10.06.2011 - 23:48 ·Ich würde dann doch den guten alten Rasenmäher nehmen. Schnell und sehr effektiv.
Matthias
- 11.06.2011 - 08:08 ·Natürlich die gute alte Motorsäge :-)
sixoffive
- 27.06.2011 - 11:05 ·Das Cimic ist bei mir letzte woche angekommen. ich finds echt gut und kann garnicht den nächsten teil erwarten.
besonders angfixt hat mich auch “neuheiten”katalog von splitter, da werd ich bestimmt noch zuschlagen
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